BFA Jahrestreffen

Auf dieser Seite finden sie die Protokolle der Jahrestreffen des BFA Große Beutegreifer. Für Fragen sprechen sie die Sprecher:innen gern an.


1. Jahrestreffen des BFA Große Beutegreifer 09.02.2022 (online)

Beginn:           18.00 Uhr

Ende:              20:00 Uhr

 

Tagesordnung:

 

1.         Vorstellungsrunde

2.         Ziele und Arbeitsbereiche des BFA

3.         Nächste Schritte

4.         Wahl der Sprecher*innen und deren Stellvertreter*innen

5.         Wolfsabschüsse in Niedersachsen

6.         Verschiedenes

 

 

Vorab-Informationen:

Die BFA-Website ist online www.bfa-grosse-beutegreifer.de

 

Gründung eines festen Arbeitskreises erfolgte bereits im November 2021. Zu diesem gehören z.Zt. Katharina Weinberg, Katharina Stenglein, Thomas Pusch, Sonja Noell, Felicitas Rechtenwald, Silvester Tamas und Annette Siegert.

 

TOP 1) Vorstellungsrunde

Die Anwesenden stellen sich kurz vor, jede*r zeigt für seine/ihre Person den Bezug zum Thema Wolf / große Beutegreifer auf.

 

TOP 2) Ziele und Arbeitsbereiche des BFA

Thomas Pusch skizziert kurz die bereits im Dezember 2021 erfolgte Gründung eines festen Arbeitskreises (AK), in dem jede*r einen festen Verantwortungsbereich hat.

Im Unterschied zur früheren BAG Wolf, die u.a. zuvor die LFAs und LAGs untereinander vernetzt hat, soll der BFA jetzt von den genannten Ländergruppen angesprochen werden, wenn Informations- oder Austauschbedarf existiert.

 

Zunächst sind neben dem Wolf auch Luchs, Bär, Fuchs, Goldschakal und Wildkatze thematisch vertreten und entsprechenden Personen im AK zugeordnet, so dass z.B. bei Presseanfragen zu den einzelnen Tieren immer jemand sprachfähig ist. Grund für diese Aufteilung ist eine Entlastung des Sprecher*innen-Teams.

Bei entsprechendem Interesse und „Expertise“ kann der AK personell größer werden, Anfragen dazu können per E-Mail gestellt werden.

 

Der AK Große Beutegreifer arbeitet aktiv bei Stellungnahmen etc. mit.

 

Der BFA plant in jedem Jahr ein „Jahresthema“ zu einer ausgewählten Tierart, die dann mit ihren Problemen und Besonderheiten vorgestellt wird.

 

TOP 3) Nächste Schritte

Zunächst steht die Überarbeitung der Homepage an (kurze Texte zu mitwirkenden Personen, zu den einzelnen Tierarten etc.). Ansonsten ist für das Jahr 2022 die Konsolidierung des BFA vordergründig.

 

TOP 4) Wahl der Sprecher*innen und deren Stellvertreter*innen

Kandidat*innen sind: Katharina Weinberg, Thomas Pusch, Katharina Stenglein

Katharina Weinberg wird einstimmig als Sprecherin gewählt.

Thomas Pusch wird einstimmig als Stellvertreter gewählt.

Katharina Stenglein wird einstimmig als Stellvertreterin gewählt.

 

TOP 5) Wolfsabschüsse in Niedersachsen

Stand der Abschüsse in Niedersachsen: Seit 2021 sind in Nds. 6 Entnahmen aus unterschiedlichen Rudeln erfolgt. Brisant dabei ist, dass dabei nie die zur Entnahme freigegebenen Individuen geschossen wurden, sondern immer Welpen oder Jungtiere und in einem Fall sogar ein Tier aus einem vollkommen anderen Rudel, das sich zufällig in der Region der Ausnahmegenehmigung befand.

Es wird unter den TN diskutiert, ob es sinnvoll sei, Strafanzeige zu erstatten oder Anklage zu erheben (eine Strafanzeige ist kurz vor dem Treffen auch schon von Christian Berge gestellt worden).

 

Da nur anerkannte Naturschutzverbände des betreffenden Bundeslandes in einem solchen Fall klageberechtigt sind, wird entschieden, beim NABU LV Niedersachsen und beim NABU Bundesverband nachzufragen, ob entsprechende Schritte geplant sind.

Katharina Weinberg wird beim BV anfragen, Katharina Stenglein beim LV.

 

TOP 6) Verschiedenes

Katharina Stenglein fragt nach Ansprechpartnern im BV. Genannt werden Christine Sauer aus dem Präsidium, Julius Kindsgrab für Verwaltung und Abrechnungen, sowie Marie Neuwald, Birte Brechlin und Ralf Schulte auf fachlicher Ebene.

 

 

Für die nächste größere Runde ist geplant, dass Helmut Brücher einen Input zu Wolf und Jagdrecht macht. Zukünftig könnte auch Silvester Tamas einen Vortrag zu Luchs und Wildkatze halten.


2. Jahrestreffen des BFA Große Beutegreifer 15.11.2024 (online)

 

Beginn:           18.30 Uhr

Ende:              20:30 Uhr

 

Tagesordnung:

18:30 Uhr Begrüßung und Grußworte

18:45 Uhr zu Wolf / Luchs / Bär (entfällt krankheitsbedingt)

18:45 Uhr Jahrestreffen und Wahlen

 

1.     Organisatorisches

2.     Der Blick zurück

3.     Der Blick nach vorn

4.     Die neue Homepage

5.     Die Organisationsstruktur und Mitarbeit

6.     Fragen, Anregungen

7.     Wahlen

  • Kandidaten Vorstellung
  • Wahlleitung übernimmt
  • Wahlen geheim / offene Wahl
  • Ergebnisse
  • Annahmen

 

8.     Verschiedenes

  • Quartalstreffen online
  • Arbeitskreistreffen online
  • Jahrestreffen live

 

 

Begrüßung und Vorstellung

Im Jahr 2024, haben wir alle mitbekommen, kam es beim NABU zu massiven Kürzungen. Auch der BFA Große Beutegreifer war davon betroffen. Die Kürzung war so einschneidend, dass uns neben dem Bezahlen der Homepage keine weiteren Ausgaben möglich waren. Damit nun aber das wichtige Jahrestreffen nicht ausfallen muss, haben wir uns entschieden das Treffen online stattfinden zu lassen. Darüber hinaus befinden wir uns in einer Krankheitswelle, so dass es zu zahlreichen Absagen kam. Dafür bleibt nun ein kleines aber feines Treffen. Wir haben uns schon sehr auf euch gefreut und werden auch für uns wenige ein schönes Treffen abhalten.

Leider muss der Vortrag krankheitsbedingt ausfallen, wir wünschen gute Besserung und hoffen auf eine Neuauflage.

Die Anwesenden stellen sich kurz vor, jede*r zeigt für seine/ihre Person den Bezug zum Thema große Beutegreifer auf.

 

TOP 1) Organisatorisches

Zunächst gilt es ein paar organisatorische Dinge zu klären. Wer wird die Sitzungsleitung übernehmen, wer schreibt das Protokoll und wer könnte sich bereit erklären die Wahlleitung zu übernehmen.

Die Tagesordnung ist versandt worden. Die Punkte zwei und drei werden zusammengezogen. Mit dieser Änderung wird die Tagesordnung einstimmig angenommen.

 

TOP 2) Der Blick auf den BFA früher und heute

Der BFA ist ja noch nicht so alt und wollen wir euch noch einmal mitnehmen und einen Blick zurückwerfen. Im Jahr 2010 gründete sich die BAG Wolf im BFA Mammalogie. Es fanden sich also Menschen zusammen, die sich hauptsächlich mit dem Wolf befassten. Es wurden Jahrestreffen veranstaltet, wo es einen Überblick über die Aktiven und Initiativen der Länder gab. Aber auch Organisatorisches zur BAG besprochen wurde. In mehreren Fachtagungen in 2011, 2014 und 2016 wurde der Wolf und auch der Herdenschutz von allen Seiten kritisch beleuchtet.

In 2011 bekam die BAG eine Doppelspitze, die schnell ein gutes Team wurde. Wir suchten gemeinsam die Nähe zum Bundesverband und versuchten die BAG, die LAGs und auch im Rahmen der Wolfsbotschafter das Wissen zum Wolf weiter voranzubringen. Parallel arbeiteten wir immer auch an dem Weg zum BFA, was mit viel Auf und Ab einherging, aber letztendlich zum Erfolg führte. Seit 2021 ist die BAG Wolf in den BFA Große Beutegreifer aufgegangen. Es waren all die Jahre immer viel Menschen dabei die uns begleitet haben. In Coronazeiten gab es einen heftigen Einbruch von dem sich die BAG und später der BFA noch immer nicht erholt haben.

Nun noch einen Blick nach vorn. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Neuaufstellung und Festigung des BFAs. Es besteht auch nach wie vor eine Verbindung zur Bundesgeschäftsstelle, aber auch hier sind wir gerade an der Vertiefung dieser Verbindung weiterhin dran. So stehen seit heute wieder Termine fest. Wir werden die Arbeit mit dem BFA weiter vorantreiben und noch einmal neu absprechen, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann. Allerdings können wir als Ehrenamtler natürlich keine Hauptamtsstellen, die ggf. der Kürzung zum Opfer fallen ersetzen, aber wir können natürlich unterstützen in Fachthemen, aber dafür braucht es eben gute Absprachen. In diesem Jahr 2024 nun traf uns der heftige Sparkurs des NABU, so dass es uns nicht möglich war überhaupt ein Jahrestreffen in live auszurichten. Aber es steht die Zusage, dass in 2025 wieder ein Budget zur Verfügung stehen wird, was mehr als den Erhalt der Homepage möglich macht, das ist sehr erfreulich und zeigt auch einmal mehr, wie wichtig die BFAs dem NABU sind.

Es wird also weiter vorangehen, aber der BFA ist auch auf Menschen angewiesen, die mitarbeiten oder den BFA mit Ideen begleiten.

 

TOP 3) Die neue Homepage

Ein Punkt, der den BFA ebenfalls schon eine Weile beschäftigt ist die Homepage. Der BFA war fleißig und hat die Page umgestellt und mit neuen Inhalten versehen. Einiges ist geblieben, aber es sind auch Änderungen grundsätzlicher Natur notwendig geworden. Die verschiedenen Teile der Homepage werden vorgestellt. Inhalte zum Nachlesen finden sich unter www.bfa-grosse-beutegreifer.de Eine Änderung die notwendig wurde, bezieht sich auf die Linksammlung. Einzelne aufwendig zu pflegende Links wird es nicht mehr geben. Links wird es nur dahin gehend geben, das der BFA jeweils auf den Bundesverband und die Landesverbandseiten verweisen wird. Für weitere Ideen sind wir natürlich offen, wenn es da Hinweise etc. gibt, bitte an: [email protected]

 

TOP 4) Die neue Organisationsstruktur und Mitarbeit

Wie bereits vor über einem Jahr begonnen hat der BFA eine neue Arbeitsstruktur, die sich erst noch voll einarbeiten muss, aber bereits auf einem guten Weg ist. Es gibt derzeit einen inneren Kreis. Bedeutet, das sind wenige Menschen (4-5 Personen), die sich mit den inhaltlichen und organisatorischen Dingen des BFA auseinandersetzen. Aus diesem Kreis kommen auch die jeweiligen Ansprechpartner für die zu bearbeitenden Arten. Der Arbeitskreis traf sich momentan aufgrund akuter Themen alle 2-3 Wochen. Wir streben aber an uns einmal im Monat online zu sehen. Darüber hinaus ist in Planung mit den LFAs und/oder auch themenspezifische Arbeitskreise einmal im Quartal online anzubieten. Damit soll auch die Bindung an die Länder gewährleitet werden. Einmal im Jahr soll es dann ein Jahrestreffen geben, was nach Möglichkeit in Präsenz an einem Ort stattfinden wird, je nach Budget. Mitarbeitsanfragen können unter der oben genannten Emailadresse eingereicht werden und der Arbeitskreis wird dann gemeinsam überlegen, was möglich ist.

 

TOP 5) Fragen und Anregungen

Nun wollen wir uns etwas Zeit nehmen, um Fragen zu beantworten und Anregungen aufzunehmen. Die Ergebnisse werden im Folgenden stichpunktartig zusammengefasst.

  •  
  • Für Spezialthemen können auch Externe mit aufgenommen werden, um themenspezifisch zu arbeiten
  • Themenspezifische-Arbeitskreise – werden grundsätzlich als der Richtige Weg gesehen
  • Zu Beginn des nächsten Jahres wird ein Termin mit der BGS angestrebt
  • Eine Online-Plattform soll gemeinsamen Arbeiten geschaffen werden
  • LFAs haben Wolfaktiven Schulung selbst organisiert, die Frage, ob das der BFA übernehmen kann muss leider negativ beantwortet werden
  • Solche Schulungen fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich des BFA – nach jetzigem Stand -> der BFA unterstützt das aber generell, ggf. auch personell, da der BFA natürlich davon profitiert und das nicht mehr vom Bundesverband angeboten wird
  • Bundesverband will das wieder machen – wohl erst erfolgsversprechend in 2027 oder über Landesverbände
  • NABU-Netz online Schulungen – ggf. nützlich und sollten mal genauer angesehen und mehr genutzt werden
  • Kompetenzzentren Wolf als Schulungspartner vllt. als Möglichkeit in Betracht ziehen -> (Grund) Fachliche-Schulung fürs Monitoring (Beispiel Sachsen-Anhalt)
  • Hessen: Rissgutachter werden bedrängt und teilweise aggressiv von ihrer arbeit abgehalten – Schulung zu Konfliktsituationen, Landes Forst hat es eigentlich übernommen
  • BFA – hat den grundsätzlichen Auftrag als beratendes Gremiums des Präsidiums des NABU
  • BFA kann gegenüber des BV anregen das LFA bzw. Landesverbände gestärkt werden Rissgutachter zu unterstützen (Beispiel: Inoffizielle-„Rissbegleiter“ vs. Offizielle Rissgutachter) – das Land kann entscheiden welche Lösungen es vllt. gibt.

TOP 6) Wahl der Sprecher*innen und deren Stellvertreter*innen

Als wesentlicher Teil des Jahrestreffen ist dieses Jahr die Wahl der Sprecher:innen anzusehen. Als Kandidat:innen stehen Katharina Weinberg und Thomas Pusch zur Wahl. Es stellen sich keine weiteren Kandidat:innen zur Wahl. Die beiden Kandidat:innen stellen sich vor. Es wird zur Wahl gestellt geheim oder öffentlich zu wählen. Die Wahl erfolgt öffentlich. Katharina Weinberg wird als Sprecherin und Thomas Pusch als Stellvertreter einstimmig bei zwei Enthaltungen gewählt. Beide nehmen die Wahl an.

 

TOP 7) Verschiedenes

Zur Klarstellung noch einmal die neue Struktur ab 2025.

 

1.     AK

a.     Der AK trifft sich monatlich online und bereitet Themen und Organisatorisches vor.

b.     Die Treffen des AK sind einmal im Monat geplant. Dabei soll es so festgelegt werden, dass es gut planbar ist. Zum Beispiel jeden letzten Dienstag im Monat. Wird Anfang 2025 festgelegt.

 

2.     Quartalstreffen

a.     Die Quartalstreffen sollen zum Ende des Quartals online abgehalten werden. Auch hier soll Anfang 2025 eine Festlegung, wie beim AK getroffen werden.

b.     Neben dem AK und ggf. dem BV sollen unbedingt die LFAs mit eingebunden werden, wo es keine LFAs gibt, sind die zuständigen Personen des LV anzusprechen.

c.     Ziel ist es Aktuelle Entwicklungen auszutauschen und schneller unterstützen zu können.

 

3.     Jahrestreffen

a.     Die Jahrestreffen finden einmal im Jahr nach Möglichkeit und Budget in live statt.

b.     Teilnehmende sind alle Mitglieder des BFA nach Anmeldung

c.     Das Treffen soll 2025 spätestens im Oktober in der ersten Hälfte (4.10. oder 11.10.) stattfinden. Wahrscheinlich aber eher im September, Ort steht noch aus und wird im ersten Quartal 2025 angekündigt.


3. Jahrestreffen des BFA Große Beutegreifer 27.09.2025 Kassel

Beginn:           15:00 Uhr

Ende:              18:00 Uhr

 

Tagesordnung:

1.     Begrüßung

2.     Vortrag aus dem Bundesverband zum Wolf bzgl. der rechtlichen Änderungen inkl. der Ziele des NABU

3.     Diskussion zum Vortrag

4.     Diskussion nur mit BFA-Mitgliedern

5.     Jahresrückblick und Ausblick

6.     Aktivitäten und nächste Schritte

 

Zu TOP 1

Unser drittes Treffen steht unter dem Stern der weiteren Aufstellung des BFA und dem Finden der Position im Gefüge des Bundesverbandes und wie kommen wir an unsere Ansprechpartner in den Landesverbänden. Im Jahr 2025 kam zu Änderungen im rechtlichen Schutz des Wolfes, dieser wurde im FFH-Anhang von IV auf V verschoben.

 

Zu TOP 2

Kernpunkte des Vortrags:

  • Erhaltungszustand (EHZ): Im Hinblick auf den EHZ soll nach momentanem Wissensstand die kontinentale Population (für Deutschland) als „unbekannt“ und die atlantische Population (für Deutschland) als „günstig“ gemeldet werden,
  • Politische Entscheidung bzgl. des EHZ: das Landwirtsschafts Ministerium plant, im Herbst eine Methode vorzulegen, die darlegen soll, wie die der EHZ für die kontinentale Population als „günstig“ herauskommen kann.
  • Jagdausschluss: Wenn der EHZungünstig“ oder „unbekannt“ ist, kann keine Jagd stattfinden.
  • Jagdvoraussetzungen nach EUGH: Jagd ist nur zulässig, wenn der EHZ, lokal (national) und biogeographisch (grenzübergreifend) „günstig“ ist.
  • Flächenschutz: Der Flächenschutz (Anhang II) ist eigentlich abgeschlossen es müssten aber für den Wolf noch Flächen gemeldet werden, wird jedoch als "wenig praktisch" zum tatsächlichen Schutz des Wolfes eingeschätzt.
  • Ausnahmevoraussetzungen bei Anhang V Arten: Die Voraussetzung für eine Ausnahme sind milder und Alternativen müssen nicht geprüft werden.
  • Bundesjagdgesetz (BJagdG): Um einen Abschuss zu ermöglichen, muss der Wolf hier aufgenommen werden. Auch für Anhang V Arten muss ein Abschuss eine "Notwendigkeit" haben - > Verzehr fällt beim Wolf weg. Randnotiz: Gerüchteweise sind Quoten von 40 % – 50 % genannt, sowie ein möglicher Wert von 20 % aus Frankreich.

 

NABU Ziele bzw. Schlussfolgerung

·       Keine reguläre Bejagung - Jagd ist kein Herdenschutz

  • Entnahme weiterhin nur im Einzelfall.
  • Der EHZ muss auf einer wissenschaftlichen Basis festgestellt werden.
  • Jagd ist kein Herdenschutz! Daher muss der Herdenschutz muss grundsätzlich erhalten bleiben!!!

 

Der BFA wird sich an der Umsetzung bzw. der Anbahnung einer Aktion beteiligen. Generell wird der BFA sich bei der Bearbeitung der Vorlagen zur Stellungname zu beiden Gesetzen (BNatSchG und BJagdG) einbringen.

 

Zu TOP 3) Diskussion zum Vortrag inkl. Idee vom Bundesverband

Es werden Unklarheiten besprochen und geklärt. Im Anschluss werden Punkte heraussortiert, die spezieller diskutiert wurden. Zusammengefasst finden sich hier die Ergebnisse.

Forderungen und Wünsche an die Jagdpraxis von BFA geteilt vom NABU:

  • Keine Jagd auf Elterntiere.
  • Die Jagd auf Jungtiere wird wahrscheinlich von der Jägerschaft abgelehnt da es zum Imageverlust der Jägerschaft führen könnte, auch wenn es biologisch ggf. Sinn machen könnte.
  • Die Entnahme von Elterntieren [einem] soll nicht in bestimmten Zeiten stattfinden.
  • Trophäenjagd wurde klar abgelehnt (NEIN!!!).

 

Wünsche und Aktionen des Bundesverbandes:

  • Geplante Aktion: Start einer Unterschriften-Aktion als Mitmachaktion ist ein Wunsch des Bundesverbandes. Das wird momentan von Teilen des BV nicht als sehr sinnvoll angesehen. Ggf. übernimmt das nach Abstimmung mit dem Bundesverband der BFA.
  • Kommunikation: Briefe und Infos sollen an die Landesregierungen bzw. die Abgeordneten der Landtage gesendet werden, so dass die Informationen in die Umweltministerkonferenz getragen werden kann.
  • Fachlicher Austausch bzw. Recherche (BFA und BV):
    • ob Verkehrstote von Elterntieren zu Änderungen im Rudelverhalten und zu Rissen führen. Eine Rolle spielen könnte:
      • der Zeitpunkt und/oder
      • das Geschlecht des Elterntieres.
  • Gesetzgebung: Ein Artikelgesetz ist vorgesehen, damit das Parlament nicht "einen" Vorgang für mehrere Gesetze in unterschiedlichen Sitzungen behandeln muss.

 

Zu TOP 4) Diskussion innerhalb des BFA

·       Es soll beim Bundesverband angefragt werden, ob es Literatur Studien zu folgenden Themen gibt:

o   Populationsentwicklung von Wolf in Deutschland

o   Welche Rolle spielt die Kulturlandschaft bei der Entwicklung der Population

o   „Herdenschutz ist zwar Teuer aber finanziell vertretbar“

·       Problematik, dass die Jagd sich nicht zur Bestandregulierung eignen wir erneut aufgegriffen zumindest nicht in der momentanen Form

o    Recherche zur Änderung des Verhaltens bei Verlust von Elterntieren wird nochmals als wichtig herausgestellt

o   Dieses Thema an die Revierleitung abzugeben wird nicht zielführend sein

§  Ein „Wildhut“ oder ähnliches z.B. durch Berufsjäger bzw. durch speziell geschulte Personen die zuständig sind erscheint eine praxistaugliche Lösung pro „Gebiet“ (z.B. Bundesforstgebiet)

 

Zu TOP 5) Jahresrückblick:

Geplant waren drei Quartalsgespräche. Es mangelte an Ansprechpersonen. Fazit, die Treffen werden noch immer als sehr sinnvoll angesehen und wir versuchen sie in 2026 noch einmal neu anzugehen. Gespräche mit dem BV haben über die Plattform hinaus nicht stattgefunden. Das wird in 2026 intensiviert und neu wieder aufgenommen.

 

Zu TOP 6) Aktivitäten und nächste Schritte:

Nach einer gründlichen Absprache wurden folgende Punkte festgelegt und werden abgearbeitet:

  • Unterschriften-Aktion

o   BFA kann sich vorstellen eine Petition mit Texten zu entwerfen, diese wird mit dem BV abgestimmt und dann schnellstmöglich veröffentlicht sowie auch über die Landesverbände ggf. über den Bundesverband verbreitet

o   Die Landesverbände sollen angeschrieben/kontaktiert werden

  • Ansprechpartner zu den Themen des BFA müssen bei den Landesverbänden gesucht werden
    • LFA/LAG Homepages sollen eingesehen werden.
    • Die Liste der Beauftragten/Vertretungen soll eingesehen werden.
    • Ggf. vorliegende Berichte zu den BFA - Themen von den Ländern sollen angefordert werden

 

 

Jahresthema Ausblick: Hier wird der BFA die Arbeit an den Gesetzesänderungen voranstellen, die Arbeitskreise festigen, den inneren Arbeitskreis erweitern und effektivieren Sowie die Quartalstreffen wieder aufleben lassen. Ein Jahresthema wird noch formuliert in der nächsten AK Sitzung.